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Wie ich zum Sprechen kam

Angefangen hat alles mit Hörspielen... Ich könnte jetzt sagen, mit Benjamin Blümchen-Kassetten - aber davon hatte ich nur zwei. Und nein, Bibi Blocksberg gab es bei mir gar nicht. Ich bin "Team Benjamin"! Wie gesagt, das zählt nicht, denn danach war lange lange Pause.... Bis - ja bis ich irgendwann nachts nicht mehr gut schlafen konnte und mein Mann dann seine "Die drei ???" CDs rausgeholt hat! Seit damals (und das sind schon Jahre) wird abends immer ein Hörspiel gehört. Bei den Fragezeichen blieb es nicht. Dazu kamen "Das Gruselkabinett", "Sherlock Holmes", "Wilde und Holmes", "Geisterschocker" und und und. Mit der Zeit kam dann dieses Gefühl und die Stimme in mir, die immer lauter wurde und dabei stets das Gleiche wiederholte: Ich will das auch!

 

Lange behielt ich das für mich. "Das ist doch Wunschdenken", "In dieser Branche hast du doch eh keine Chance" und "Bleib bei deinem festen Job mit den (halbwegs) geregelten Arbeitszeiten und dem sicheren Gehalt" waren die Gedanken und Ängste, die in meinem Kopf herumspukten. Zwar habe ich mir angesehen, wo man sich eigentlich so zum Sprecher ausbilden lassen kann und wie das funktioniert, aber ernst gemeint hatte ich das anfangs nicht. Und dann sagte eine liebe Freundin folgenden Satz zu mir: "Wenn deine Träume dir keine Angst machen, sind sie nicht groß genug!"

Keine Ahnung wo sie den her hatte, aber er hat mich sehr beeindruckt. Und ist es nicht so, dass man im Leben vor allem die Dinge bereut, die man nicht getan hat?